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Wem gehört diese Wade?












Walter Lehr: Ironman Weltmeisterschaft am 8. Oktober 2011 in Kailua-Kona/Hawaii

Kurz nach dem Wettkampf in Las Vegas sind wir weiter gereist nach Hawaii /Big Island / Kailua-Kona. Jetzt sind wir in der uns vom Jahr zuvor bekannten Umgebung nebst gleichem Hotel. Zunächst erst etwas häuslich einrichten mit Steaks, Brot, Eiern und allem, was der Mensch so braucht. Eine Woche lang werde ich mich ausruhen und dann das Training für den Wettkampf aufnehmen.

Eigentlich wollte ich nicht mehr hierher …, Keiner der vor mir platzierten beim Frankfurt in Ironman wollte hierher, ….so habe ich mich halt geopfert …., nun ja, ich konnte der Versuchung nicht widerstehen!!!

Morgens genieße ich vom Balkon den Ausblick aufs Meer, Kona und die Pier, einmalig schön! Manchmal sind auch Delphine sichtbar…





Anschließend noch ein Bummel durch Kona, entweder  zum Kona–Cafe, in ein Kneipe oder auf ein kleines „Miller lite.“ Den Schopper, das ist ein vom Triathlon-Magazin bekannter Kakadu, begrüßen.



Hier in den Läden liegen noch die Ironman T-Shirt vom letzten Jahr, die müssen raus!

Nachmittags Entspannung mit dem Lesen von Nachrichten und E-Mails, so erreicht mich die Nachricht vom gelungenen Jungfrau-Marathon von Frank und Matthias, von der Platzierung vom Sparkassenlauf, sowie der Nachricht von Manni aus Bingen, der beim Wales Ironman sehr erfolgreich abschnitt, in der Zeit von 10:53.23 Stunden von insgesamt 1700 Startern Platz 131 erreichte, jedoch den Slot um einen Platz verfehlte. Es war ausgemacht, dass er beim Erreichen des Startplatzes nach Hawaii ich die große Hawaii Fahne zu Fuß nach Bingen bringe. Trotzdem Schade für Manni!!

Die Bilder vom Wettkampf in Las Vegas sind mittlerweile auch über den PC gekommen, so konnte ich 2-3 bei ALDI in Auftrag geben und das über ca.12000 km alles ohne Netz und doppelten Boden.

Weiterhin habe ich erfahren, dass ich mit Platz 1 beim Bingener Stadtlauf 10 € gewonnen habe. Jetzt stellt sich die Frage, bin ich dadurch Profi geworden und muss ich das versteuern??


Natürlich bekomme ich auch die wichtigen Nachrichten mit. Der Papst spricht im Bundestag, Ströbele  von den Grünen verlässt den Saal, weil zu lange applaudiert wurde. Matthäus verlor schon wieder sein Trainer Amt, aber die Freundin ist seit 2 Wochen noch bei ihm und was machen die Kickers?  Gestern war hier starker Regen und in Deutschland ist der Altweibersommer ausgebrochen.

In einem der Kneipen an der Laufstrecke mit sehr guten Blick zur Schwimmstrecke handelt man die Sitzplätze für den Ironman zwischen 100 bis 500 Dollar. Das Wetter ist zwar warm, so um die 25-30 Grad Celsius, jedoch hat es hier 2 bis 3 mal geregnet . Ab und zu laufen Kreuzfahrtschiffe ein, dann sind natürlich etliche Personen vor Ort. Wie ihr seht, ich bin stark beschäftigt auch ohne Training .

Mittlerweile habe ich das Training wieder aufgenommen. Von den Athleten sind bis jetzt nur einige wenige da, u. a. das unverkennbare Commerzbank Team. Von HHT bis jetzt nur das Vorbereitungsteam . Morgens ca. gegen 8 Uhr trifft man sich zum Schwimmen, der große Drang bei mir ist noch nicht vorhanden, hier fehlt mir besonders Frank an meiner Seite und auch alle Anderen. Dann beim Radtraining geht es Richtung Süden oder auf die Ironman Radstrecke nach Norden Richtung Hawi durch die Lavafelder. Hier war ich gestern unterwegs ca. 45 km und zurück.

Das Lauftraining erfolgt auf dem bekannten Ali-Drive. Auch sind jetzt die Startnummern bekannt, Walter, das bin ich, mit der Nummer 196. In meiner Altersklasse sind es dieses Jahr 23 Teilnehmer, darunter drei von den vor mir platzierten Athleten in Las-Vegas. Insgesamt 1967 Athleten aus …………..Nationen. Darunter Alexander, Bracht , Al-Sultan und Realert sowie Ch.Wellington und viele mehr.


Jetzt in der Woche vor dem Wettkampf muss noch mal gut trainiert werden,
so war ich heute am Samstag auf der Schwimmstrecke, die auch jetzt mit Bojen versehen ist und habe ca. 2500 m absolviert. Die Strecke wird von Surfbrettfahrern begleitet und abgesichert. Mittlerweile sind überall mehr Athleten beim Training unterwegs . So auf der Radstrecke dem Ka’ahunanu Highway, der neben dem Ali-Drive auch Laufstrecke ist.



Hier war ich jetzt zweimal unterwegs und zwar jeweils 90 km . Auf der Strecke rechts und links die Lavafelder, am Rande sind diese mittels weißer Steine mit Schriften versehen, hier kann man sich verewigen und die Sonne brennt. Es sind jetzt noch 10 Tage, 2Stunden, 43 Minuten und 10 Sekunden bis zum Start  am Samstag. Die Spannung steigt . Heute früh auf der Schwimmstrecke schwammen die viele Delphine mit, nun ja, die könnens! Ab Mittwoch, den 28.9. kommen mit HHT ca. 540 deutschsprachige und französische Teilnehmer nach Kailua-Kona , davon 161 deutsche Athleten . Von da an gibt es ein volles Programm. Nicht nur alles rund um den Sport, sondern auch Schiffstouren, Inselrundfahrten , Hula-Workshop, Golf, Cliff-Jumping, Volcano –Tour, Shopping –Touren und vieles mehr, nicht zu vergessen ,die traditionelle Nationen-Parade ,der Unterhosen- Lauf sowie die Welcome Partys im allgemeinen und im besonderen von den Mädels und Jungs ab 60+.

Ich denke, dass ich für mich selbst das richtige Maß an Training und Entspannung finden muss, so aber jetzt geht’s zum Laufen . Morgens beim Schwimmen ist immer was los, man kommt schnell ins Gespräch auch ein so ein „Mundfauler“ wie ich. Jeder erzählt seine Geschichten, wie z.B. ein 80 jähriger Slowenischer Triathlet , France Cokan,
der 3 x in Roth am Start war mit gewissen Rekorden ,10 x auf Big Island beim 70.3, dadurch qualifiziert  und ist jetzt wieder mit seiner Freundin 67 zusammen.

Wenn ich bisher beim Training alleine unterwegs war,  geht es nachdem die anderen Athleten da sind, in der Gruppe zum Training . Sei es beim morgendlichen Schwimmen um 7 Uhr oder beim Rad-und Lauftraining. So, wie gewesen beim Radtraining, die 70 km auf dem Queens Highway in einer kleineren Gruppe oder am nächsten Tag mit ca. 40 Triathleten auf einem Radausflug über die Kona Coffee Road, entlang der Coffee –Bananen- und Papaya –Plantagen in die Kealekakua Bay zur Captain -Cook Gedenkstätte , unterwegs . Wenn es wie hier bergauf geht, bekommt man hin und wieder schon Bedenken, wenn etwas die Kraft fehlt, nun der größte Teil ist auch wesentlich jünger als ich.

Hier wurden die Begleitpersonen, der Anhang, per Bus dorthin transportiert.  Es wird nicht nur für den sportlichen Teil gesorgt,  sondern - wie heute - gab es die Hannes Welcome Schiff-Fahrtstour entlang der Küste  zum Essen, Trinken, Schnorcheln und Schwimmen. Auf der Schiffstour begleitet von etlichen Delphinen. Warum kann man nicht schwimmen wie ein Delphin? Zum Abschluss des Tages noch ein Läufchen .

Es ist Samstag, in einer Woche fast alles vorbei, im Moment noch 5 Tage,15 Stunden,10 Minuten und 58 Sekunden ,aber noch immer schwanke ich, wobei die Schiffstour schon einige Stunden vorbei ist. Morgen geht es auf die letzte Rad-Trainingstour, für mich die vom letzten Jahr unvergessliche Tour von Hawi zurück nach Kailua- Kona.
Um 7 Uhr werden die Räder in 3 LKWs  verladen und wir in 2  Bussen nach Hawi gefahren. Insgesamt ca.120 Triathleten gingen in Gruppen verteilt in Richtung Kailua-Kona auf die Strecke . Die Spitzhaube auf (wegen der Reklame), den Stier bei den Hörnern gepackt und ab ging die Post. Nun ja, der Wind blies schon heftig , aber ich wusste ja, was mich erwartet , Letztlich war es eine gelungene letzte Trainings - Radtour und ich war zufrieden.



Auch das letzte Schwimmtraining am Anfang der Wettkampfwoche  kann inzwischen abgehakt werden, ich denke hier hilft die entsprechende Ruhe und Geduld weiter . Morgen am Dienstag noch das letzte Lauftraining,
hier werden die letzten 10 km ins Ziel gelaufen mit anschließender Wettkampfbesprechung in deutsch mit Timo Bracht.
Mittlerweile werden die Messestände aufgebaut, nebst den Zelten und Tribünen sowie das Start- und Zielgeländes . Kailua-Kona schmückt sich mit entsprechenden Willkommens-Transparenten, denn ich denke ,das ist das Ereignis des Jahres für Kona und Big-Island .




Ironman 70.3 Weltmeisterschaft am 11.September 2011 in Henderson/Las-Vegas/ Nevada

Durch die Teilnahme beim Frankfurt Ironman und das dadurch bedingte Training war mein eigentliches
Saisonziel 2011 die Teilnahme bei der WM in Las – Vegas. Dies erreichte ich durch die Qualifikation im
Mai in St.Pölten.

Der Reiz lag an Las -Vegas, dies war ein neues Ziel, eine mir unbekannte Gegend, hierfür sollte sich
mein Training lohnen. Henderson ein kleines, neues, sauberes und sehr ruhiges Städtchen ca. 25 km
östlich von Las-Vegas am Lake „Las Vegas“  der Schwimmstrecke gelegen, ohne Einkaufs -und Shopping
Gelegenheit.

Las-Vegas selbst sehr grandios, gewaltig und beeindruckend mit den großen, bekannten Hotels und
den riesigen Spielhallen, mit denen ich nicht umgehen kann. Für mich völlig fremd, wie geht denn das
überhaupt? Oder auch mit den großartigen Nachbildungen von Venedig, Paris und New-York.  

       

Nun zum eigentlichen sportlichen Teil:

Bedingt durch erhebliche Anreiseprobleme kamen wir nach 31 (!) Stunden nachts um 1 Uhr im Hotel an.
Aufgeregt, müde und völlig erschöpft, aber ich fand keinen Schlaf, bin also wieder aufgestanden. Doris
konnte dank eines separaten Schlafzimmers weiterschlafen. Ich habe dann erst mal die Koffer ausgepackt
und mein Fahrrad montiert. Danach etwas geruht, 7 Uhr Frühstück und dann … Welch ein Schwachsinn von
mir, und natürlich auch von anderen, bei 44 Grad Celsius zum Rad-Training auf die Strecke. Wie kann man
nur so blöd sein, wir alle waren platt von der Hitze. In den nächsten Tagen bin ich noch etwas gelaufen und
geschwommen.


Der Wettkampftag:

Morgens um 6:30 ging es los mit den Profis, vorher eine Schweigeminute  zum Gedenken an die
Opfer vom 11. September. Danach die Nationalhymne mit Gesang sowie Böllerschuss für den Start.
Die Gruppe 50+ mit Walter gleich in der 3. Startgruppe mit grüner  Badekappe und ohne Neonanzug.
Nun ja , auch das Schwimmen ging vorbei, aber da dies bei mir etwas länger dauerte, habe ich einiges
ausprobiert und hatte, wie ich glaube, eine gute Idee. Ich habe an Frank gedacht ….
Da ja der eigentliche Wettkampf zwischen Frank und mir in Nieder-Roden dem Wasser zum Opfer fiel,
Könnten wir diesen Wettkampf im Schwimmbad „vermarkten „.  ???

Der Landgang zum Rad war lang und beim Anblick der stehenden Räder dachte ich nur, Oh je.
Die Radstrecke war eine Berg- und Talfahrt bei glühender Hitze und grauer, trockener Landschaft. Für die
Verhältnisse kam ich diesmal erstmalig ohne Strümpfe (in der Wechselzone sollte es ja schnell gehen) und
mit Spitzhelm (natürlich nur wegen der EOSC Reklame) so weit es ging, in der Aero-Position, gut zurecht.

Auf der Radstrecke konnte ich zwar einige überholen, aber ich dachte, wenn du hier, bei diesem
Teilnehmerfeld der AK 70, in etwa den 10 Platz belegst, bist du gut bedient.

(auf der Radstrecke .. wie immer mit Brezel unterwegs)



Auf der Laufstrecke waren 3 Runden zu absolvieren, die eine Hälfte ging aufwärts und die andere abwärts.
Auch hier die unendliche Sonne, alles ohne Schatten. Ich schaute immer nach den Startnummern, um
meine Situation einzuschätzen und wenn ich einen anderen Läufer überholte, dann auf die Waden, nein
nicht bei den Frauen, sondern bei den Männern. Denn bei jedem Athlet wurde das Alter auf die Wade
geschrieben. Bei mir habe ich das gleich entfernt, denn es kann nicht sein, dass ich gleich als Opfer
erkannt werde!!!

Irgendwann ging es dann ins Ziel. Walter, das hast wieder geschafft!!! Zufrieden und mit Medaille und
einer weiteren Mütze holte ich mein Rad und die Beutel ab. Ganz wichtig: Zuvor musste ich nach einem
Finisher-Shirt Ausschau halten, die es - wenn überhaupt - nur gegen Bezahlung gibt.

So geschafft, nun …ab ins Hotel, duschen, etwas ausruhen und zur Siegerehrung. Zuvor schaute ich
natürlich noch ins Internet um die Ergebnisse zu sehen. Ich traute meinen Augen nicht, Walter - das bin ich -
auf Platz 5!!  Kaum zu glauben, damit hätte ich an diesem Tag nie und nimmer gerechnet. Der 5. Platz bedeutet
hier ein Podiumsplatz und einen Pokal. Nach weiterer Beurteilung der Ergebnisliste, wäre bei entsprechendem
Einsatz sogar Platz 3 möglich gewesen,  hier fehlten 15 Minuten - das war drin. Hierzu habe ich nicht genug
auf der Laufstrecke gekämpft.

Die Siegerehrung fand in einem sehr schönen Hotel statt  - in einem großen Garten. Alle sind aufgestanden
und es wurde die Nationalhymne  gespielt. Was ein Traum-Erlebnis, wieder einmal!



Mittlerweile sind wir bereits auf Hawaii /Big Island / Kailua-Kana, in der bereits vom zuvor Jahr
bekannten Umgebung. Eine Woche lang werde ich mich ausruhen und dann das Training für den
Wettkampf am 8. Oktober aufnehmen.

Walter Lehr




Herzlichen Glückwunsch allen EOSC IM Frankfurt Finishern!
Bei diesen extremen Bedingungen: Hut ab.

Unser Walter hat es wieder geschafft: Hawaii Slot 2011 - wir sind jetzt schon über
deine Berichte und die Bilder sehr gespannt.




Hier ein Kurzbericht vom SYLT-Triathlon von Wolgang Arnold

Mit zwei Teilnehmern war der EOSC beim 1.Syltener Triathlon
am Start. Veranstalter war BALBOA-GMBH aus Köingstein/Ts.mit
dem Organisator Ingo Kutsche aus Offenbach.

Zu den Strecken:1500m Schwimmen in der Nordsee bei ca.17 Grad,
48 km Radstrecke in 4 Runden, wobei pro Runde eine ca. 4km
Strecke mit sehr schlechtem Straßenbelag zurück zulegen war. Die
Laufstrecke von 12km in 2 Runden mit schwerem Boden wurde von
einigen Teilnehmern als schwer bezeichnet.Außentemperatur am
Schwimmstart 10 Grad, später Sonne bis 18 Grad.

Die hohen Preisgelder bei Frauen u. Männer Pl. 1 - 3000 Euro,
Pl. 2  1500 Euro Pl. 3 750 € führen dazu das einige Triathleten-Profis
am Start waren.

Die für den EOSC gestartete Julia BOHN konnte nach sehr gutem
Start in 2:35,30 einen hervorragenden 2 .Platz belegen und mit
1500 Euro die Heimreise antreten. Die Siegerin Jenny Schulz
war an diesem Tag in 2:31,51 nicht zu besiegen.
Beide besiegten die Europameisterin von Frankfurt 2009
Sandra Wallenhorst die nur den vierten Platz belegte.

Bei den Männern reiste Faris Al-Sultan als Favorit an und
konnte seiner Rolle gerecht werden. Der Hawaii-Sieger war der
schnellste Läufer in 42:49 Min. u. siegte in 2:10,44. Jan Raphael
als Zweiter kam in 2:12,29 ins Ziel.

Der zweite EOSC´ler Wolfgang Arnold gewann seine
Altersklasse
in 3:37,46 und belegte von den 79 Finishern
den 57 Platz bei den Männern.

Der Veranstalter hatte mit 700 bis 1000 Startern(innen)
gerechnet. Durch die hohen Startgelder für die olympische
Stecke, als auch für die Jedermann-Distanz konnte diese
Teilnehmerzahl nicht erreicht werden. Auch waren die AK-Sieger
sehr enttäuscht, da für die Altersklassen keine Siegerehrung
abgehalten wurde.












 
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